Albelli Fotobuch im Test

Das junge Unternehmen liefert im Offsetdruck hergestellte Fotobücher. Die Auswahl wirkt relativ spartanisch, vor allem auch, was die Einband- und Bindungsarten angeht. Das besondere Extra wirst du bei diesem Anbieter kaum finden. Dennoch sind die wichtigsten Hoch- und Quer- sowie quadratischen Formate vorhanden.

Ein A4-Fotobuch im Querformat kostet ab 19,95 Euro. Außerdem gibt es diverse Zusatzoptionen – wünschst du beispielsweise eine Hochglanzveredelung, musst du dafür 0,15 Euro pro Seite zusätzlich bezahlen. Ein wenig ärgerlich ist auch, dass an Einbänden zum Standardpreis nur Leinen oder Leder zur Verfügung stehen. Ein Hochglanzeinband kostet 3,50 Euro extra.

Für die Versandkosten musst du 4,95 Euro hinzurechnen.

Die Fotobuch-Software von Albelli

Das Albelli-Fotobuch kannst du als Windows-Nutzer online oder offline erstellen. Bist du Mac- oder Linux-Anwender, steht dir nur die Online-Option zur Verfügung.

Die Downloaddatei ist nur 6,5 MB groß. Das Programm lässt sich nach einer gewissen Gewöhnungsphase recht leicht bedienen. Wahlweise arbeitest du im Storyboard-Modus, in dem du deine Fotos erst einmal thematisch sortierst und auf den einzelnen Seiten verteilst, oder im Fotobuchmodus, der das Layout der Doppelseiten zeigt. Während der Arbeit erhältst du immer wieder Hinweise, die dir die aktuell gewählten Funktionen erklären.

Du kannst dir entweder einen automatischen Layoutvorschlag vom Editor unterbreiten lassen oder die Seiten komplett manuell befüllen. Anders als bei den meisten anderen Anbietern beinhaltet der Layoutvorschlag keine Platzierung der Bilder; es werden lediglich Platzhalter angezeigt, in die du deine Fotos anschließend bequem hineinziehen kannst.

Die Layoutvorschläge sind abwechslungsreich und attraktiv angeordnet. Wenn du einen Fotoeinband gewählt hast, kannst du auch den Buchrücken mit einem Text gestalten. Die Gestaltungsfunktionen sind im Vergleich zu den größeren Anbietern etwas eingeschränkt.

Bestellung und Lieferzeit

Zu Beginn des Bestellvorgangs erhältst du eine Übersicht mit eventuellen Problemen, die dein Fotobuch aufweist. Diese Hinweise sind als Hyperlinks gestaltet, mit einem Klick darauf gelangst du zur jeweiligen Seite. Während des Bestellvorgangs wirst du zur Albelli-Seite geleitet und erhältst nun erneut die Möglichkeit, kostenpflichtige Zusatzoptionen wie Hochglanzveredelung, eine zusätzliche, kleinere Version des Buchs oder den Fotoeinband zu wählen. An Zahlungsmöglichkeiten stehen unter anderem PayPal, Visa und Mastercard zur Verfügung.

Die Lieferung des Albelli-Fotobuchs hat sieben Werktage gedauert.

Druckqualität und Verarbeitung

Unser Büchlein mit leuchtendrotem Leineneinband und Klebebindung ist ordentlich verarbeitet. Der Leineneinband ist natürlich Geschmackssache, im Nachhinein hätte uns ein Fotoeinband wahrscheinlich besser gefallen. Ungünstig finden wir, dass der Einband keinen Eindruck enthält, sodass man nicht weiß, wo vorne und hinten ist, wenn man das Buch zum ersten Mal in den Händen hält.

Die Bildqualität ist gut, die Bilder wurden jedoch offensichtlich kräftig nachbearbeitet. Einige bereits bearbeitete Bilder haben daher deutlich an Qualität verloren. Bei manchen Fotos trat das Druckraster recht auffällig in Erscheinung. Die letzte Seite wird durch allerlei Eindrucke verunziert: Neben dem Albelli-Logo und dem Barcode findest du dort auch die URL des Unternehmens und das FSC-Umweltsiegel.

Gute Verarbeitung, Leineneinband in leuchtender Farbe: Das von Albelli gelieferte Fotobuch

Gute Verarbeitung, Leineneinband in leuchtender Farbe: Das von Albelli gelieferte Fotobuch.

Vorne und hinten identisch: Auf den ersten Blick ist nicht festzustellen, welche Seite vorne ist.

Vorne und hinten identisch: Auf den ersten Blick ist nicht festzustellen, welche Seite vorne ist.

Auf der vorletzten Seite druckt Albelli allerlei Logos ein.

Auf der vorletzten Seite druckt Albelli allerlei Logos ein.

Software
Lieferzeit
Verarbeitung
Preis/Leistung
FAZIT
Unter den Fotobuchanbietern ein interessanter „Neuzugang“ mit kleineren Schwächen, vor allem hinsichtlich der nicht besonders kreativen Software. Auch die Druckqualität könnte etwas besser sein und das Konzept, Zusatzoptionen erst nachträglich und gegen Aufpreis zu aktivieren, ist etwas ärgerlich.

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