PeNum's Praxis-Tipps - Der Weg zum besserem Verständnis der Technik des Fotografierens



Kleiner Leitfaden zum Verkleinern von Fotos
für das Internet

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2. Schärfen der Verkleinerung:

Zum Schärfen von Bildern bieten die meisten Bildbearbeitungsprogramme zwei Verfahren an. Einmal das normale Schärfen und zum zweiten das Verfahren 'Unscharf Maskieren'. Während sich die Ergebnisse für das normale Schärfen von Programm zu Programm unterscheiden können, weil unterschiedliche Methoden verwendet werde, ist das Verfahren Unscharf Maskieren ein bekanntes Verfahren, das in Fotolabors angewendet wird. Somit sollte das Ergebnis bei jedem Programm etwa gleich sein. Ein weiterer Grund diesem Verfahren den Vorzug zu geben ist der, daß man für den Schärfungsprozeß noch selbst einige Werte einstellen kann und damit gezielter schärfen kann.

Hier nun eine Gegenüberstellung der Ergebnisse vor und nach dem Schärfen mit der Methode unscharf maskieren:




Das Ergebnis sind klar gezeichnete Bilder, die man jetzt nur noch speichern muß.

Leider kann man keine allgemeingültigen Angaben zu den Einstellungen machen, weil diese vom Motiv und von der Schärfe des Ausgangsbildes abhängen. Einstellen lassen sich beim Unscharf Maskieren die Werte Radius, Schwellwert und Intensität (bei manchen Programmen statt der Intensität der Betrag).

Über den Radius läßt sich einstellen, bis zu welchem Abstand Nachbarpixel für den Schärfungsprozeß mit einbezogen werden sollen. Je größer der Radius gewählt wird, um so stärker fällt das Schärfen aus. Für das Treibhausbild wurde der Radius 3 und für das Bild mit dem Strommast der Radius 4 gewählt. Um einen geeigneten Wert für ein Bild zu finden, wird man immer etwas experimentieren müssen.

Der Schwellwert bestimmt, für welche Pixel das Schärfen angewendet werden soll. Jeder Pixel hat einen Wert von 0 (dunkel) bis 255 (hell). Setzt man den Schwellwert nach oben, so wird das Schärfen nur für helle Pixel durchgeführt. Oben wurde der Schwellwert 0 benutzt, so daß das Schärfen für alle Pixel durchgeführt worden ist.

Die dritte Einstellmöglichkeit ist leider nicht für alle Programme einheitlich. Bei ihr geht es darum zu bestimmen, wie stark der Kontrastübergang zwischen hellen und dunklen Bereichen ausfallen soll. Dieser Kontrastübergang bestimmt, wie klar abgegrenzte Bereiche unterschiedlicher Helligkeit auf dem Bild erscheinen. Die Bilder oben wurden mit dem Programm Picture Publisher mit einem Wert von 100% für die Intensität bearbeitet. Bei dem Programm Gimp hat sich eine Einstellung von 0,25 bis 0,3 für den Einstellwert Betrag als zweckmäßig erwiesen. Auch für diesen Wert wird man etwas experimentieren und Erfahrung sammeln müssen.Wem diese Einstellmöglichkeiten zu kompliziert erscheinen, der kann natürlich auch das von seinem Programm angebotene einfache Schärfen benutzen. Damit lassen sich ähnliche Ergebnisse erzielen.

Mögliche Fehler beim Schärfen:

Das Schärfen ist ein Vorgang, der mit Augenmaß betrieben werden muß. Zu starkes Schärfen führt zu Bildfehlern, die das Ergebnis kaum besser erscheinen lassen, als eine Verkleinerung mit der Methode resize.

Hier als Beispiele die zu stark geschärften Versionen beider Bilder:





Hier ist deutlich zu sehen, daß die schräg verlaufenden Dachträger mit einem Streifenmuster (Moire-Effekt) überzogen sind und die Kanten der Fensterrahmen zusätzlich einen weißen Streifen aufweisen.   Ach hier ist der Effekt gut zu beobachten, daß neben dunklen Linien ein weißer Bereich erscheint. Bei noch stärkerer Schärfung würden die Leitungen wieder zu einer klötzchenartigen Struktur neigen.


Als weiterer Fehler zu starken Schärfens kann sich Bildrauschen einstellen. In Bildbereichen mit wenig Struktur und kontinuierlichen Farbverläufen ist dann eine pixelige Struktur zu sehen. Hier ein Beispiel:







Ein Bildausschnitt vor dem Schärfen. Der Hintergrund hat eine schwache Struktur mit kontinuierlichen Farbverläufen, so wie es auch im Ausgangsbild zu beobachten ist.
 
Derselbe Bildausschnitt nach dem Schärfen. Der Hintergrund zeigt eine pixelige Struktur, die Farbverläufe sind nicht mehr so kontinuierlich.


Dieser Effekt tritt automatisch bei jedem Schärfen auf. Man muß also zwischen der Schärfe des Gesamtbildes und dem Bildrauschen abwägen. Vermeiden ließe sich das Bildrauschen nur, wenn man diese Bereiche aus dem Schräfungsprozeß ausschließen würde, indem man mit einer Maskentechnik arbeitet. Das soll hier aber nicht weiter beschrieben werden.

Zum nächsten Schritt: Speichern

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