PeNum's Praxis-Tipps - Der Weg zum besserem Verständnis der Technik des Fotografierens


Wie funktionieren die verschiedenen Methoden
der Belichtungsmessung?

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1. Die Spotmessung:


Bei der Spotmessung wird die Helligkeit des Bildes nur an einem einzigen Punkt in der Bildmitte gemessen. Zur Veranschaulichung kann man sich vorstellen, man sitzt hinter einem schwarzen Karton und kann von dem Bild, das man aufnehmen möchte, nichts sehen.



Nur in der Mitte des Kartons befindet sich ein kleines Loch, durch das Licht fällt. Wenn sich gerade ein dunkler Bereich des Bildes hinter der Lochöffnung befindet, ist das Loch dunkel und wenn ein heller Bereich genau dahinter ist, ist das Loch hell. Wir erhalten also nur aus einem sehr kleinen Teilbereich des Gesamtbildes eine Information über die Helligkeit. Und das ist die einzige Information, die wir über die Helligkeit des Gesamtbildes bekommen.

Also die Spotmessung dient dazu, die Helligkeit nur in einem kleinen Bereich in der Bildmitte zu messen!


2. Die Mehrfeldmessung:


Bei der Mehrfeldmessung wird an mehren Stellen des Bildes die Helligkeit gemessen. Gebräuchlich sind oftmals 8 Punkte, die über die ganze Bildfläche verteilt angebracht sind. Zur Veranschaulichung setzen wir uns wieder hinter einen schwarzen Karton und können nichts von dem Bild sehen, das sich dahinter befindet.



Diesmal befinden sich 8 Löcher in dem Karton, die in etwa gleichmäßig verteilt sind. Je nachdem, was sich hinter den Löchern befindet, sind sie hell oder dunkel. Wir haben also im Gegensatz zu vorher 8 Löcher, über die wir jetzt genauere Informationen über die Helligkeit des Bildes erhalten. Alle 8 Löcher können verschiedene Helligkeiten aufweisen. Befindet sich z. B. hinter dem Karton eine Landschaft mit Himmel, so werden die oberen 4 Löcher die Helligkeit des Himmels und die unteren 4 die Helligkeit der Landschaft anzeigen. Aus den Meßwerten der 8 Löcher wird dann die Helligkeit für das Gesamtbild ermittelt. Das ist ein erheblich genaueres Verfahren als bei der Spotmessung. Die würde uns im Falle der gerade beschriebenen Situation mit einer Landschaft entweder nur die Helligkeit eines kleinen Teils des Himmels oder eines kleinen Teils der Landschaft anzeigen, je nachdem was sich gerade hinter dem einen Loch in der Bildmitte befinden würde.

Also die Mehrfeldmessung dient dazu, die Helligkeit des Bildes an mehreren verschiedenen Stellen des Bildes zu messen und daraus einen Wert für das Gesamtbild zu ermitteln.


3. Die Integralmessung:


Im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Methoden wird bei der Integralmessung die Helligkeit des Bildes nicht mehr nur an wenigen Punkten gemessen. Zur Veranschaulichung ersetzen wir jetzt den schwarzen Karton durch eine Milchglasscheibe, die wie eine Wand mit Glasbausteinen wirkt.



Die Informationen über die Helligkeit des Bildes bekommen wir jetzt in Form eines pixeligen Bildes mit hellen und dunklen Pixeln geliefert. Wie man sofort erkennen kann, ist dies die Methode, die die meiste Information über die Helligkeit des Bildes bringt. Die Gesamthelligkeit des Bildes wird ermittelt, indem man die Helligkeit aller Pixel ermittelt und daraus einen Durchschnittswert berechnet. Es gibt verschiedene Varianten, einen Helligkeitswert für das ganze Bild zu ermitteln. Bei der Berechnung des Durchschnittswertes kann man z. B. zusätzlich den Pixeln in der Mitte eine größere Bedeutung zukommen lassen und sie höher gewichten.

Also die Integralmessung dient dazu, die Helligkeit des Bildes an sehr vielen Stellen zu messen und daraus einen Wert für die Gesamthelligkeit zu ermitteln.

Weiter geht es mit:

Wann ist welche Methode in der Praxis geeignet?






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